Boden und Bodenverbesserung

Humus (die Muttererde)
wird vor Baubeginn abgetragen und in Deponien gesetzt. Diese werden durch Gründüngung mit Lupinen o.ä. vor starkem Unkrautbewuchs geschützt. Die Lagerung im Garten erfolgt so, dass die Bauausführung nicht behindert wird. Humus sollte im Allgemeinen für Rasen 20cm und für Pflanzen 30cm stark sein.

Rohboden
der beim Erstellen der Baugrube anfällt, sollte nur in der Menge abgefahren werden, wie er nicht wieder verwendet werden kann. Für die Auffüllung der Baugrube am Aussenmauerwerk kann nur humusfreier Boden ohne Schutt und Steine verwendet werden, da sonst die Abdichtung beschädigt werden könnte. Wegen der Transportkosten sollte die Deponie für den wiederbenötigten Boden rechtzeitig festgelegt werden. Der Bauschutt wird – je nach Angebot – durch den Bauunternehmer abgeführt. Dies ist im Werkvertrag und Baubeschrieb klarzustellen.

Gartenboden
Kulturerde enthält viel organische Substanz. Mineralische Bestandteile sind genauso wichtig wie die Bodenstruktur. Kalksteinböden sind sehr alkalisch, moorige Böden sind sauer. Vor der Bepflanzung ist der pH-Wert zu ermitteln. Einen Boden mit pH-Wert 7 bezeichnet man als neutral, der beste Wert für Gartenböden liegt bei pH 6,5. Werte unter pH 6 bedeuten, dass der Boden nur für säureliebende Pflanzen, Azaleen oder Rhododendren, geeignet ist.
Bei einem pH-Wert über 8 werden durch chemische Reaktionen die meisten Nährstoffe gebunden, es wachsen nur wenige Pflanzen. Einfache Messgeräte sind im Handel, die eine Überprüfung ermöglichen. Da die Werte auf dem Grundstück stark variieren können, sind an mehreren Stellen Proben zu entnehmen. Die Hinzuziehung des Landschaftsarchitekten oder eines Gärtners wird empfohlen. Durch Kalkbeigaben kann man der Versäuerung abhelfen und durch Torf oder Dünger, z.B. Ammoniumsulfat, die sehr alkalischen Böden neutralisieren.

Kompost
wird in einfachen Behältern aus Draht oder in gemauerten Behältern mit Luftöffnungen aufbereitet. Vorteilhafter sind zwei Behälter zum Umsetzen des Kompostes. Oder ein Kompostsilo aus lichtundurchlässigem Kunststoff zum Erzielen höherer Temperatur, wodurch die Kompostierung beschleunigt wird. Das Versetzen der Kompostmassen mit flockigem Bodenverbesserungsmittel aus Kunststoffschaum fördert die Durchlüftung und hebt die Temperatur an, wodurch ebenfalls der Kompostierungsvorgang beschleunigt wird. Ein Kompostzerkleinerungsgerät (Häcksler) für organische Haus- und Gartenabfälle bringt eine Kompostierung in kürzester Zeit und damit Gewinnung von wertvollem, eigenem Humus. Nahe dem Kompostplatz ist ein Stromanschluss mit entsprechender, abschaltbarer Aussensteckdose vorzusehen.

Rasen
erfodert eine gründliche Vorbereitung des Bodens einschliesslich Vorratsdüngung, da durch den Schnitt grosse Mengen Nährstoff entzogen werden. Genaue Angaben unter Berücksichtigung des vorhandenen Bodens gibt Ihnen der Gärtner oder der Gartenarchitekt.
Die Saatmenge sollte 30 Gramm pro m2 betragen und nicht mehr, da sonst die Gefahr des Verfilzens besteht. Die Samenmischung wird vom Fachmann nach Bodenart und Klima bestimmt.  Die Aussaat erfolgt bei Windstille, anschliessend wird eingearbeitet und gewalzt. Der erste Schnitt erfolgt mit dem Rasenmäher. Grössere Mengen Schnittgut werden abgerecht. Gedüngt wird regelmässig nach Angaben des Fachmanns.

Blumenwiesen
bringen neben ihrer natürlichen Pracht auch viele Schmetterlinge und Vögel in den Garten. Sie bewahren während dem Jahr und über Jahrzehnte ihre Schönheit. Voraussetzung ist, dass sie an nährstoffarmen Standorten und ohne Humus angelegt werden. Für die Ansaat einer Blumenwiese benötigt man deutlich weniger Saatgut als für einen Rasen.
So kann man mit rund einem Kilo Kräuter- und Gräsermischung mehr als hundert Quadratmeter Wiese einsäen. Eine lockere Aussaat fördert den Blumenreichtum. Der günstige Zeitpunkt für die Anlage einer Wiese liegt zwischen April und August. Es ist dabei möglich, dass die Blumen erst im zweiten Jahr nach der Aussaat zur vollen Entfaltung kommen. Der Arbeitsaufwand für eine Blumenwiese ist wesentlich geringer als für einen Rasen. Düngen, jäten oder bewässern sind meistens nicht nötig. Damit sich die Blumen selbst vermehren können, müssen die Pflanzen zum fruchten kommen. Dies dürfte etwas Mitte Jahr der Fall sein. Im Herbst wird dann der sommerliche Aufwuchs gemäht. Er soll aber nie so kurz wie ein Zierrasen geschnitten werden.

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